K&K
Kunst und Kapital
Kostenloser Rückruf 0178 1794262

Antiquitäten verkaufen oder versteigern?

Auktion oder direkt verkaufen? Was in beiden Wegen wirklich passiert, was vom Zuschlag übrig bleibt und wann sich welcher Weg lohnt.


5 Minuten
Auktionshammer neben einer kleinen Porzellanvase auf hellem Leinen

Es ist eine der ersten Fragen, wenn im Nachlass etwas Altes und offenbar Wertvolles auftaucht: Gebe ich das in eine Auktion oder verkaufe ich es direkt? Beides ist seriös, beides hat seinen Platz. Der Unterschied liegt nicht darin, was mehr bringt, sondern worauf Sie sich einlassen. Hier steht, was in beiden Wegen wirklich passiert.

Der Unterschied in einem Satz

Beim Direktverkauf kennen Sie den Preis, bevor Sie zustimmen. Bei der Auktion kennt ihn niemand, bis der Hammer fällt. Alles Weitere folgt aus diesem einen Satz: Sicherheit gegen Chance.

Wie eine Auktion abläuft

Sie liefern Ihr Stück bei einem Auktionshaus ein. Dort wird es gesichtet, geschätzt und mit einem Limit versehen, also einem Mindestpreis, unter dem nicht zugeschlagen wird. Dann wartet es auf den nächsten passenden Termin. Bis dahin vergehen je nach Haus und Sachgebiet meist zwei bis sechs Monate, bei Spezialauktionen auch länger. Am Auktionstag entscheidet sich alles in einer knappen Minute. Findet sich kein Bieter, kommt das Stück als Rückläufer in den Nachverkauf oder zurück zu Ihnen. Das Geld sehen Sie in der Regel vier bis acht Wochen nach der Auktion.

Was vom Zuschlag übrig bleibt

Der Preis, den Sie im Saal hören, ist nicht Ihr Erlös. Vom Zuschlag zieht das Haus seine Provision ab, üblich sind 15 bis 25 Prozent zuzüglich Umsatzsteuer, dazu kommen je nach Haus Foto-, Katalog-, Transport- oder Versicherungskosten. Der Käufer zahlt obendrauf noch ein Aufgeld. Genau deshalb liegt der Zuschlag fast immer deutlich unter dem Preis, den dasselbe Stück später im Handel kostet.

Ein Beispiel, mit mittleren Sätzen gerechnet: Ein Biedermeier-Sekretär erhält einen Zuschlag von 800 Euro. Bei 20 Prozent Provision zuzüglich Umsatzsteuer gehen davon rund 190 Euro ab, dazu ein paar Euro für die Abbildung im Katalog. Bei Ihnen ankommen würden also knapp 600 Euro, ein halbes Jahr nach dem Tag, an dem Sie den Schrank abgegeben haben. Ein Direktangebot von 600 Euro, heute und bar, wäre damit gleichwertig. Die Sätze unterscheiden sich von Haus zu Haus, fragen Sie vor der Einlieferung danach.

Wie der Direktverkauf abläuft

Hier sehen wir uns die Sachen an, sagen Ihnen, was wir darin sehen, und machen ein Angebot. Sie sagen ja oder nein. Wenn Sie ja sagen, wird sofort gezahlt und abgeholt, ohne Provision, ohne Wartezeit, ohne das Risiko, dass sich niemand findet. Dafür kalkuliert der Händler seine Spanne ein, denn er trägt ab diesem Moment das Risiko, dass sich für das Stück kein Käufer findet. Mehr dazu: Antiquitätenankauf.

Wann sich die Auktion lohnt

Die Auktion spielt ihre Stärke aus, wenn ein Stück selten ist und mehrere Menschen es haben wollen. Ein signiertes Gemälde, eine Uhr einer gesuchten Manufaktur, eine geschlossene Sammlung, ein Möbel mit belegter Herkunft: Dort kann der Wettbewerb im Saal einen Preis erzeugen, den kein Händler vorab bieten würde. Voraussetzung ist, dass Sie Zeit haben und mit einem Rückschlag leben können, falls der erwartete Bieter an dem Tag nicht im Raum sitzt.

Wann der Direktverkauf die bessere Wahl ist

Sobald es um Menge, Termine oder Materialwert geht, dreht sich das Bild. Ein ganzer Haushalt lässt sich nicht Stück für Stück einliefern. Wenn die Wohnung zum Monatsende übergeben sein muss, hilft kein Auktionstermin im Frühjahr. Und bei Gold, Silberbesteck oder Münzen, deren Wert vor allem im Metall steckt, ist die Auktion meist ein Umweg mit Kosten: Der Materialwert steht fest, Bieterwettbewerb entsteht daran kaum. Mehr dazu: Goldankauf · Silberankauf.

Dazu kommt ein Punkt, der in Preisvergleichen nie auftaucht: Beim Direktverkauf sind Sie die Sachen los. Es bleibt nichts stehen, was Sie in vier Monaten wieder abholen müssen.

Der dritte Weg: prüfen lassen, dann entscheiden

In der Praxis ist es selten ein Entweder-oder. Der häufigste Fall sieht so aus: Aus einem Haushalt eignen sich zwei oder drei Stücke für die Auktion, der Rest ist ein Fall für den direkten Ankauf. Genau deshalb raten wir auch mal vom Verkauf an uns ab und vermitteln ein Stück an ein Auktionshaus oder einen Spezialisten, wenn Sie dort besser fahren. Mehr dazu: Vermittlung von Nachlassgegenständen · Expertennetzwerk.

Der sinnvolle erste Schritt ist deshalb nicht die Entscheidung, sondern die Einschätzung. Erst wenn Sie wissen, was Sie haben, ist die Frage nach dem Weg überhaupt zu beantworten. Mehr dazu: Nachlassbewertung.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es bei einer Auktion bis zum Geld?

Rechnen Sie mit einem halben Jahr. Zwei bis sechs Monate bis zum Auktionstermin, danach vier bis acht Wochen bis zur Abrechnung.

Bekomme ich den Zuschlagspreis ausgezahlt?

Nein. Davon gehen die Provision des Hauses zuzüglich Umsatzsteuer ab, dazu je nach Haus Katalog-, Foto- oder Transportkosten.

Was passiert, wenn mein Stück nicht verkauft wird?

Es geht in den Nachverkauf, wird mit niedrigerem Limit erneut angeboten oder Sie holen es zurück. Manche Häuser berechnen die angefallenen Kosten trotzdem.

Lohnt sich eine Auktion für Silberbesteck?

Meist nicht. Bei massivem Silber zählt vor allem das Gewicht, und dieser Wert steht ohne Bieterwettbewerb fest.

Kann ich beide Wege kombinieren?

Ja, und oft ist das die beste Lösung: die wenigen Stücke mit Sammlermarkt in die Auktion, den übrigen Bestand direkt verkaufen.

Muss ich den Erlös versteuern?

Das hängt vom Einzelfall ab, etwa davon, wie lange sich ein Stück in Familienbesitz befand. Wir beraten nicht steuerlich, fragen Sie das bitte bei Ihrem Steuerberater nach.

Fazit

Die Auktion ist ein Angebot an den Zufall: Sie kann mehr bringen, sie kann auch ins Leere laufen, und sie kostet in jedem Fall Zeit und Provision. Der Direktverkauf nimmt Ihnen die Chance auf den Ausreißer nach oben und gibt Ihnen dafür einen Preis, mit dem Sie planen können. Für einzelne, wirklich gesuchte Stücke ist die Auktion oft richtig. Für alles andere, und das ist der größere Teil jedes Nachlasses, ist der direkte Weg der ruhigere.

Sie wissen noch nicht, in welche Kategorie Ihre Stücke fallen? Rufen Sie an, wir sehen es uns gemeinsam an und sagen Ihnen ehrlich, welcher Weg sich lohnt. Telefon: 0178 1794262

Erst hinsehen lassen, dann entscheiden.

Wir schauen in Ruhe mit Ihnen hin, bei Ihnen vor Ort. Bei Verkaufsinteresse kostet die Einschätzung nichts und verpflichtet zu nichts.

Weitere Schritte

Passende Leistungen

Vermittlung geerbter Immobilien

an passende Partner

Uhren

Armband- & Taschenuhren

Münzen

Sammler- & Anlagemünzen

Ratgeber

Das könnte Sie auch interessieren

Ratgeber

Wertvolle Gegenstände im Nachlass erkennen

Der Wert steckt selten dort, wo man ihn vermutet. Woran Sie Gold, Silber, Schmuck, Uhren und Münzen erkennen, bevor etwas im Container landet.


4 Minuten

WEITERLESEN

Ratgeber

Nachlass geerbt, die ersten Schritte

Termine, Unterlagen, eine ganze Wohnung voller Dinge. Dieser Ratgeber ordnet die ersten Schritte nach einem Erbfall, ruhig und der Reihe nach.


5 Minuten

WEITERLESEN

Termin

Ihre Terminanfrage

Sagen Sie uns kurz, worum es geht und wann wir Sie erreichen. Wir melden uns zurück und stimmen einen Termin bei Ihnen ab. Zu Ihnen kommt immer nur ein einzelner Mitarbeiter, diskret und mit neutralem Fahrzeug.

Ihr Terminwunsch
Ihre Kontaktdaten
Worum geht es?
Ihre Daten behandeln wir vertraulich.
Es gilt unsere Datenschutzerklärung

oder doch lieber direkt sprechen?

0178 1794262